Was ist das Lederbild?

Die Frage kann mit Recht gestellt werden, bis 1980 wurde ja dieses Wort im Ungarischen nicht benutzt. Im Folgenden bekommen wir Antworten auf die Geburt einer neuen Gattung der Kunstgewerbe und ihres eigenen Wortschatzes.

Tamás Zajácz ist 1952 in Nyíregyháza geboren. Er ist in Sárospatak hochgewachsen und hat das Abitur in Miskolc bestanden. Er hat die Lederkunst unter seines Studiums an der Hochschule kennengelernt. Für seine einzene Lederbearbeitung hat er von dem ländlichen Erfindungsamt einen Erfindungsschutz bekommen. Aus dieser Tätigkeit sind neue Ausdrücke entstanden, die sogar etabliert haben: das Lederbild, die Körperplastik, das Ledergemälde und das Lederportrait.

Seit 1980 stellt er regelmäßig in heimischen ung ausländischen Galerien aus, nimmt an internationalen Präsentationen der bildenden Kunst und Kunstgewerbe teil.Seine Kunstwerke sind in Hotels, Geschäften und Bürohäusern zu finden. Er lebt und arbeitet in Tiszaújváros. Mit seiner Führung arbeitet das Leder-Art Lederkünstlichen GmBh. und die Galerie Ártér, in denen seine neusten Kunstwerke zu sehen sind. Seine Arbeitschaft wurde von der Stadt Tiszaújváros mit dem Preis Pro Urbe anerkannt. 2006 wurde er von der Stiftung Holló von Debrecen mit dem Holló-László-Preis ausgezeichnet. 2013 hat er im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén den Prima Preis als bildender Künstler bekommen.

Mit seiner in Ungarn und sogar im Ausland einzigartigen Lederbearbeitungstechnologie begann er in den 70-er Jahren zu experimentieren. Die Basis war die jahrhundertealte Methode der Stadt Cordoba in Spanien, die mit Wachs arbeitete. Diese Methode entwickelte er mit modernen Stoffen weiter. Das Ergebnis wurde ein besonderer Klebstoff, der die speziell vorbereitete und ausgewählte Leder leicht formierbar macht, dann die fertige Form stabilisiert. So entsteht das Lederbild. Seine ersten Themen nahm er aus der Natur, er gestaltete die abwechslungsreichen und feinen Formen von ästen zu Lederplastik um, dann verewigte er die Schönheit des Frauenkörpers mit dieser besonderen Technologie. Mit seiner neuesten Innovation kann er durch photochemischen Weg Fotos unter die Poren der Leder umsetzen, dann gibt er mit Hand einzigartige Form und Struktur dazu. So entsteht das Lederportrait.

„Die Leder ist so alt wie die Menschheit, der Mensch hat ja seine Körper früher mit Tierhaut gedeckt, als mit Textil; wir haben früher auf Leder geschrieben, als auf Papier; und unter unseren modernen Sachen ist die Leder noch heute ein geschätzter, adeliger Stoff, sei es ein Sattel, ein Paar Schuhe, ein Mantel, eine Tasche oder ein Lederbild an den Wänden unserer Wohnung.